Deshalb ist es Brauch, am Tag der Sommersonnenwende – sofern das Wetter trocken ist – die Kräuter und Blumen zu sammeln, damit sie diese heilsamen Kräfte in der kälteren Jahreszeit wieder an uns abgeben können. Sollte es gerade zu Sommerbeginn regnen, eignet sich natürlich auch ein anderer Tag um dieses Datum herum.
In vielen Gegenden Europas werden zu LITHA, wie das Fest der Sommersonnenwende auch genannt wird, feierlich und rituell Büscherl aus Kräutern und Blumen gebunden. Das soll Segen über die Menschen bringen, besonders, wenn diese sich mit den Kräutersträußchen schmücken, sich Kräuterkränze in die Haare flechten oder ein wenig der Kräuter mit guten Wünschen dem Feuer übergeben.
An der Haustüre oder an den Fenstern angebracht, soll ein Kranz aus diesen Kräutern, oder einfach auch nur ein Sommerblumenkranz, Glück bringen. Pflückt man vor dem Schlafengehen sieben verschiedene Kräuter, und legt sie sich unter das Kopfkissen, dann soll man von seiner Zukunft träumen.
Pflanzen, die sich gut für das Kräuterbüscherl eignen, sind jene, die die Gesundheit fördern bzw. solche, die magische Eigenschaften haben.