Budgetkonsolidierung lautet der Auftrag der Landesregierung. Die neue Reformpartnerschaft ist auch bei diesem Gespräch erkennbar. So sind die beiden Regierungsmitglieder nicht nur in der grundsätzlichen Zielvorgabe einer Meinung, sondern unterstützten sich fachlich und inhaltlich in der Beantwortung der Fragen, die aus den Reihen der Sozialhilfeverbände und somit aus den Gemeinden des Landes kommen. Die Botschaften und Ziele für 2012 sind deutlich und klar formuliert:
Ausbaustopp von stationären Einrichtungen, wo dies aus dem neuen Bedarfs- und Entwicklungsplan heraus nicht vertretbar ist. Die Einschätzung der Sozialhilfeverbände bei der Anerkennung von Plätzen wird dabei ernst genommen.
Mobil vor stationär, Ausbau alternativer Betreuungsformen und Evaluierung der Tagesbetreuung.
Evaluierung der Gesetzgebung und Normkostenmodelle in allen Leistungsbereichen. Daraus folgt: Keine Tariferhöhungen bis zum Vorliegen der Ergebnisse.
Nachdem die Tarife bereits im dritten Jahr hinter der Entwicklung von Verbraucherpreisindex und Kollektivvertrag zurückbleiben, wird es eng aber nicht unlösbar.
Bleibt zu hoffen, dass es bei allem Konsolidierungsschub auch eine Einschleifmöglichkeit gibt, nämlich, wenn es zu Lasten der definierten und politisch ebenso einstimmig gewollten Versorgungsqualität ginge.