PFLEGE ist deshalb ein wichtiges Thema, nicht nur für die Betroffenen und deren Angehörige, sondern auch für die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft; und das ist gut so!
Neue Wohnformen werden überlegt und ausprobiert, der Ausbau der mobilen Pflege ist ein angestrebtes Ziel, damit die alten Menschen möglichst lange zu Hause bleiben können, und der „Aufwand Heimpflege„ auch weiter in dieser hohen Qualität finanziert werden kann.
QUALITÄT wird mehr und mehr mit viel Zeitaufwand in Standards und Normen festgelegt, wird kontrollierbar, prüfbar gemacht und gesetzlich geregelt, um Qualitätssicherung zu gewährleisten.
Freilich in Strukturbereichen der Pflege ist das auch möglich:
- so zum Beispiel die baulichen Rahmenbedingungen (Größe der Zimmer, Breite der Gänge, Höhe der Tische, vorhandene Einzelzimmer, Bad in jedem Zimmer, usw.)
- oder das Angebot eines Hauses an medizinischer Versorgung, Betreuung, Aktivierung und nicht zuletzt das kulinarische Angebot
- Theoretisch ist es möglich anhand der Dokumentation, alles WAS getan wird, von der Planung bis zur Vollführung, durch Fremdkontrolle nachweislich zu machen.
... und dennoch: QUALITÄT in Pflegeheimen ist so viel mehr, geht so viel weiter, höher und tiefer...wie in Zertifizierungen und Standards garantiert werden kann.
DORT, in der kleinsten Einheit, wo der Mensch auf einen Menschen trifft (oft unbeobachtet), auf welcher Seite der ZIELGRUPPE (BewohnerInnen, Angehörige, Pflegepersonen) auch immer, ist Qualität nicht mehr messbar, aber SPÜRBAR!
...und genau hier braucht es sehr viel Eigenverantwortung, Einfühlungsvermögen und Mitmenschlichkeit, beherztes Dasein und lebenslanges Lernen, damit Qualität im Miteinander und Füreinander auch wirklich passiert .
Denn WIE etwas gemacht wird, ist wesentlich für Qualität.