Aktiv sein mit und trotz Demenz

„Wer rastet, der rostet“, dieser Spruch ist allgemein gut und trifft, wie wir wissen, sowohl auf unseren Körper als auch auf unseren Geist zu und ich meine auch auf unsere Seele. 

Auch für Menschen, die mit einer Demenz leben, ist Aktivität ein wichtiger Baustein zum möglichst langen Erhalt ihrer Fähigkeiten und zur Steigerung ihrer Lebensfreude sowie zur Aktivierung möglicher Ressourcen. 

Eigene Aktivitäten entwickeln

In der frühen Phase einer Demenz geht es vor allem darum, Aktivitäten zu finden, die Spaß machen und durch die Krankheit nicht oder wenig eingeschränkt sind. Dabei kann man an frühere Lieblingsbeschäftigungen anknüpfen, es können aber auch neue Hobbys ausprobiert werden wie das Malen.

Gemeinsam etwas tun

Wenn die Krankheit weiter fortschreitet, geht die Fähigkeit, sich selbst zu beschäftigen, zunehmend verloren, ebenso wie die Möglichkeit komplexe Aufgaben zu bewältigen. In dieser Phase können diese Beschäftigungen das Erleben positiv beeinflussen, die Stimmung verbessern und die Freude am Leben wieder wecken. Hier wird das Angebot von Spaziergang, Gymnastik oder auch gemeinsames Backen oder Zusammenräumen gerne angenommen. Die Musik ist ein wichtiger Türöffner in die Welt eines Menschen mit Demenz, gemeinsames Singen und auch beim Tanzen erlebt man oft erstaunliche Beweise für das Aktivieren von Ressourcen. Menschen wollen das Gefühl haben, etwas Sinnvolles zu tun und sich nützlich machen. Einfache Tätigkeiten im Haushalt oder im Garten oder Servietten falten, Handtücher zusammenlegen, Gemüse oder Obst putzen und klein schneiden, Blumen einpflanzen oder gießen und Handarbeiten steigern das Wohlbefinden. Dabei kommt es auf das Tun an, nicht so sehr auf das Ergebnis. Auch Lob und Anerkennung tut immer gut. Ein im Secondhand-Laden gekaufter Strickpullover hat eine neue Aufgabe. Das Auftrennen und Aufwickeln der Wolle ist ebenso eine sehr befriedigende Aufgabe.

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